Spezialbrillen

Wir setzen da an, wo die normale Brille nicht mehr hilft…

Wenn eine Augenerkrankung mit einhergehender Sehverschlechterung vorliegt und die "normale" Brille nicht mehr ausreicht, kommen sogenannte vergrößernde Sehhilfen zum Einsatz. Sie helfen dabei, das vorhandene Sehvermögen optimal zu nutzen oder dieses sogar zu erhalten. Das Angebot ist sehr groß. Es reicht von der einfachen optischen Handlupe über Lupenbrillen bis zum elektronischen Bildschirmlesegerät. Sollten auch diese Hilfsmittel nicht mehr ausreichen, stehen außerdem noch Vorlesesysteme zur Verfügung, damit auch Menschen mit starker Seheinschränkung nicht auf die Inhalte von Büchern und Zeitschriften verzichten müssen.
Neben der medizinischen Diagnostik und Therapie durch Ihren Augenarzt muss die optometrische Betreuung und Versorgung mit geeigneten Sehhilfen berücksichtigt werden. Bereits eine spezielle Beleuchtung und die richtige Schriftgröße haben beim Lesen entscheidenden Einfluss auf die Sehqualität. Wir setzen da an, wo andere aufhören: Mit Hilfe unserer Anpasserfahrung und unter Verwendung neuester Technologien optimieren wir Ihre Brillen- oder Kontaktlinsenversorgung und prüfen, ob eine zusätzliche Versorgung mit Spezial-Sehhilfen hilfreich ist.

Wie ist der Versorgungsablauf?

Wenn Sie eine Sehverschlechterung festgestellt haben, sollten Sie schnell reagieren. Denn eine verminderte Sehfähigkeit hat Verlust von Unabhängigkeit und Lebensqualität zur Folge.
Bitte beachten Sie: Die Lesefähigkeit kann bei langer Lesepause verlernt werden!

Sprechen Sie uns jederzeit an und vereinbaren Sie einen Termin mit uns Optometristen, die im Bereich der Sonder-Sehhilfen bei reduzierter Sehleistung ("Low-Vision") spezialisiert sind.
Wir machen uns bei einer Basis-Untersuchung ein Bild von Ihrem Sehen und Ihren Anforderungen. Damit können wir Ihnen Möglichkeiten der Verbesserung aufzeigen. Unser Ziel ist eine möglichst einfache und praktische Versorgung für Sie.
Mit Hilfe modernster Geräte berücksichtigen wir alle relevanten Faktoren für die Optimierung Ihrer Sehleistung. Dabei stellen wir die Beschaffenheit und Transparenz Ihrer Hornhaut und Augenlinse mittels 3D-Tomografie dar. Wir analysieren die Beschaffenheit Ihres Augenhintergrundes und Ihr Gesichtsfeld, um Ihre Versorgung optimal auf Ihre Augen abzustimmen. Auch das Zusammenspiel der Augen (Binokularsehen) wird hierbei untersucht, denn oft stören bei reduzierter Sehleistung auch Schatten- und Doppelbilder, welche mit einer geeigneten Sehhilfe vermieden werden können.
Gemeinsam mit Ihnen ermitteln wir dann die Korrektionsmöglichkeiten, die Ihren Alltag wieder erleichtern.

Lupenbrillen

Zu den erhöhten Additionen (Nahzusatz) zählt man die Lupenbrillen. Lupenbrillen sind besonders starke Lesebrillen mit Werten über 4 Dioptrien. Der Leseabstand von Lupenbrillen ist wesentlich kleiner als bei normalen Lesebrillen. Sorgen jedoch dadurch für den gewünschten Vergrößerungsbedarf. Somit sind die Hände des Benutzers frei und können für Näh-, Bastel- und handwerkliche Arbeiten eingesetzt werden. Da Lupenbrillen sehr leicht und unauffällig sind, können sie gut unterwegs eingesetzt werden. Es ist zu empfehlen, bei Lesetätigkeiten ein Lesepult und eine Leuchte in ausreichender Lichtstärke zu verwenden, da so zum einen der Lesekomfort gewährleistet ist und zum anderen eine erhebliche Verbesserung der Sehleistung erzielt werden kann.
Neben Lupenbrillen mit einer Stärke gibt es auch Mehrstärkenbrillen. Diese haben zusätzlich einen Fernteil mit der normalen Weitsehstärke oder verfügen über ein Mehrstärken-Lupenglas mit zwei verschiedenen Vergrößerungen - oben eine schwächere zur Orientierung auf dem Papier, unten eine höhere zum Lesen kleiner Druckschriften. Der Vorteil von Lupenbrillen ist ihr vergleichsweise großes Sehfeld. Die Übersicht beim Lesen ist größer als mit jeder anderen optisch vergrößernden Sehhilfe. Das erleichtert das Lesen erheblich; man stockt weniger und findet die Zeilenanfänge besser.
Die größte Hürde bei der Anpassung einer Lupenbrille ist der kurze Leseabstand. Dadurch wird auch der Lichteinfall erschwert, sodass unbedingt auf eine gute Beleuchtung am Leseplatz zu achten ist.
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Kanten- und Comfortfilter

Kantenfilter/Comfortfilter: Anders als normale Sonnenschutzgläser sind Kantenfilter spezielle Brillengläser, die Blendung minimieren und für mehr Kontrast sorgen. Gebrauch finden diese Gläser z. B. bei Menschen mit Grauem Star, AMD, Albinismus, diabetischer Retinopathie, Blendempfindlichkeit …, da sie, je nach Kante, die kurzwelligen, energiereichen, blauen Anteile des Lichtspektrums nicht durchlassen. Denn gerade dieser kurzwellige Bereich kann sich negativ auf die Netzhaut auswirken, erzeugt erhöhte Blendung, weniger Kontrast und mindert die Sehschärfe. Bei einem gesunden Auge hingegen wird die kurzwellige UVB-Strahlung von der Hornhaut und die langwellige UVA-Strahlung von der Linse absorbiert. Somit kann, abhängig von der Intensität (Meer, Hochgebirge, Schnee), kein UV-Licht die Netzhaut schädigen.
Comfortfilter haben, anders als Kantenfilter, nur eine "blaudämpfende Wirkung". Sie filtern den blauen Anteil des Sonnenlichts, welcher die anderen Farben oft überlagert, auf ein optimales Maß und sorgen so dafür, dass kaum Farbverfälschungen entstehen. Sie bieten Schutz und Sicherheit bei Lichtempfindlichkeit und UV-Einstrahlung und sorgen so für mehr Sehkomfort.
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Spezialbrillengläser

Für Ihre ganz individuelle Sehanforderung

Geht es Ihnen auch so?
Sie haben, bedingt durch Ihren Beruf oder Ihr Hobby, ein sehr spezielles Anforderungsprofil an Ihre Brillengläser? Als Handwerker müssen Sie oftmals über Kopf arbeiten, was nicht selten zu Nackenproblemen führen kann. Als Dirigent oder Pilot benötigen Sie eher kleinere Sehfelder im Fernbereich dafür größere Nahzonen, um problemlos Notenblätter oder Armaturenbretter zu erkennen. Oder sind Sie vielleicht Sportschütze, der spezielle Positionen der Segmente zum Anvisieren benötigt?
WIR HABEN DIE LÖSUNG!
die brillen meile Tel: 08326-3868080
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Arbeitsschutzbrillen

Vorsicht, ohne Spezialbrille kann das schnell ins Auge gehen!

Scharfkantige Fremdkörper wie Späne und Splitter, Staubpartikel und andere mechanische Gefahren, aber auch chemische Stoffe wie Säuren und Laugen, Gase und Dämpfe, Lichtblitze und Laser oder thermische Risiken durch heiße Flüssigkeiten können schwere Verletzungen der Augen verursachen und zu einer dauerhaften Erblindung führen. Schon winzigste Tröpfchen bestimmter Chemikalien reichen aus, um die Hornhaut zu trüben. Scharfkantige Metalle, die beispielsweise beim Trennschneiden durch die Luft fliegen, können auch durch das geschlossene Augenlid dringen und Verletzungen verursachen.
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Nachfolgend eine kleine Auswahl von Fachwörtern zum Thema "LowVision":

Glaukom (Grüner Star) ist häufig eine krankhafte Erhöhung des Augeninnendrucks. Dabei wird z.B. mehr Kammerwasser produziert als abfließt. Bei ständig hohem Druck kann es zu schweren Augenschäden kommen, die durch Schädigung des Sehnervs entstehen.

Katarakt (Grauer Star): Trübung der Augenlinse. Das Licht wird dabei stark gestreut und verursacht eine sog. Überstrahlung bzw. kontrastarme Abbildung. Hierbei können Kantenfilter helfen, um den Kontrast zu erhöhen. Katarakte werden operiert. Dabei wird heute eine Intraokularlinse in die äußere "ausgeräumte" Linsenkapsel implantiert.

Makuladegeneration: Makula = innerstes Drittel der Netzhautgrube. Eine ganze Reihe von erblichen und nicht erblichen degenerativen Erkrankungen beschränkt sich meist auf das Netzhautzentrum, die Makula. Daher bleibt das äußere Gesichtsfeld und damit die Orientierung der Betroffenen größtenteils erhalten. Nachtblindheit tritt ebenfalls nicht ein, da die Stäbchen außerhalb der zentralen Netzhaut funktionstüchtig bleiben. Die Symptome, die aus der Zapfenschädigung der Makula resultieren, entsprechen allerdings denen bei fortgeschrittener Retinopathia pigmentosa (RP): Verschlechterung von Sehschärfe, Lesefähigkeit, Kontrastempfinden, Farbsinn und Anpassungsfähigkeit an Beleuchtungswechsel sowie Erhöhung der Blendempfindlichkeit. Erkrankungsalter und Ausprägung der Symptome variieren und hängen auch von der Erkrankungsform ab, wie z. B.: altersbedingte Makuladegeneration, Stargard´sche Makuladystrophie, Zapfendystrophie u.a.. Sehr oft besteht durch vergrößernde Sehhilfen die Möglichkeit, die Lesefähigkeit des Patienten zu erhalten.

Altersbedingte Makuladegeneration: Diese Erkrankung ist die häufigste Ursache der schweren Visusminderung im höheren Erwachsenenalter. Ansammlungen von Stoffwechselprodukten können die Entwicklung von Drusen zwischen Ader- und Netzhaut verursachen und somit die Netzhaut wölben oder ablösen. Es gibt 2 Formen der Makuladegeneration, die feuchte und die trockene Makuladegeneration.

Trockene Makuladegeneration: Ansammlung von Stoffwechselprodukten, sog. harten Drusen, in die Bruch'sche Membran der Netzhaut. Es kommt zum Absterben benachbarter Photorezeptoren. Sie hat meist einen langsamen Verlauf, ist irreversibel und löscht den Bereich des "schärfsten Sehens" langsam aus.

Feuchte Makuladegeneration: Flüssigkeitsansammlung unter der Netzhaut als Folge einer Pigmentepitheldysfunktion. Häufig ist es auch eine Ansammlung von weichen Drusen unter der Netzhaut, die in eine Pigmentepithelabhebung übergehen. Hierbei kann es zu einem raschen, irreversiblen Visusverlust mit ausgeprägter Metamorphopsie (Verzerrtsehen) kommen.

Netzhautablösung: Durch unzureichende Durchblutung der Netzhaut wird diese brüchig und reißt ein, bei hoher Myopie kann eine Ablösung aufgrund der starken Dehnung und Verdünnung zustande kommen. Im Alter ist die Netzhautablösung oft durch Sklerose (Verhärtung) bedingt. Sie kann auch durch Unfälle hervorgerufen werden.

Metamorphopsien sind Veränderungen auf der Netzhaut, bedingt durch Entzündungen, Makuladegenerationen oder Skotome im zentralen Gesichtsfeld. Dabei werden geometrische Linien oder Quadrate verzerrt gesehen.

Myopische Degeneration: Bei einer stark fortschreitenden Myopie (der Augapfel ist im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang) ist durch die ständige Ausdehnung des Augapfels eine Zerstörung von Netz- und Aderhaut die Folge.
Netzhautdegeneration: Krankhafte Zerstörung von Netzhautteilen oder Arealen, die ihre Funktion dann nicht mehr wahrnehmen können.

Nystagmus: Schnell aufeinanderfolgende Zuckbewegungen der Augäpfel (= Augenzittern). Man erkennt Menschen mit einem Nystagmus daran, dass sie eine gewisse Kopfhaltung einnehmen (zur Seite oder nach vorne gebeugt). Durch diese Kopfhaltung lässt sich das "Zittern" durch den Gleichgewichtssinn etwas verringern.

Retinopathia pigmentosa ist erblich bedingt und beginnt im Jugendalter. Bei jedem gesunden Auge sterben Teile der inneren Augenhäute ab, Stoffwechselprodukte fallen an und werden von unten her abtransportiert. Der abgestorbene, sog. "Müll", wird bei einem gesunden Stoffwechsel aus dem Auge über die Blutgefäße abtransportiert. Bei Retinopathia pigmentosa ist der Stoffwechsel gestört und die abgestorbenen Zellen werden nicht mehr abtransportiert, sie verbleiben auf der Netzhaut, meist werden sie von peripher in Richtung zentral angelagert. Diese Anhäufung des "Mülls" hat somit verschiedene Einschränkungen beim Sehen zur Folge, was im Extremfall sogar zum "Röhrensehen" oder bis zur völligen Blindheit führen kann:

  • Einengung und Ausfälle des Gesichtsfeldes
  • Gestörtes Dämmerungssehen und Nachtblindheit
  • Störungen des Farb- und Kontrastsehens
  • Blendungsempfindlichkeit

Skotome (griechisch: Schatten) sind mehr oder weniger große inselförmige Ausfälle im Gesichtsfeld. Sie sind bedingt durch Erkrankungen der optischen Leitungsbahnen bzw. der Retina oder durch Trübungen der Medien. Man unterscheidet inselförmige Ausfälle, Ringskotome und Zentralskotome.

Albinismus: Pigmentmangel von Retina und Iris sowie des gesamten Sehapparates, evtl. auch des -körpers. Die Folgen sind extreme Blendempfindlichkeit, Augenzittern (Nystagmus), Sehschwäche.

Diabetische Retinopathie: Eine langjährige Diabetes hat Veränderungen des Augenhintergrundes zur Folge. Durch Gefäßverengungen kommt es zu Durchblutungsstörungen. Mangelnde Versorgung der Netzhaut und siebartige Ausfälle sind die Folge.